Allgemeine Einkaufsbedingungen der ORIOR AG

Im Folgenden informieren wir über die Allgemeinen Einkaufsbedingungen der ORIOR Gruppe und ihren Tochtergesellschaften.

All­ge­mei­ne Ein­kaufs­be­din­gun­gen (AEB)

1. All­ge­mei­nes
1.1. Die­se All­ge­mei­nen Ein­kaufs­be­din­gun­gen gel­ten für alle Be­stel­lun­gen und alle Ver­trä­ge über die Lie­fe­rung von Wa­ren (wie z.B. Roh­stof­fen, Ver­pa­ckun­gen, etc.) oder die Er­brin­gung von Dienst­leis­tun­gen des Lie­fe­ran­ten an eine der vor­ste­hend auf­ge­führ­ten Ge­sell­schaf­ten der ORI­OR Grup­pe ("Be­stel­ler").
1.2. Vom Lie­fe­ran­ten vor­ge­schla­ge­ne zu­sätz­li­che oder ab­wei­chen­de Be­din­gun­gen, ins­be­son­de­re All­ge­mei­ne Ver­kaufs- und Lie­fer­be­din­gun­gen des Lie­fe­ran­ten, fin­den kei­ne An­wen­dung und wer­den vom Be­stel­ler aus­drück­lich zu­rück­ge­wie­sen, auch wenn (1) der Lie­fe­rant wäh­rend der Ge­schäfts­be­zie­hung mit dem Be­stel­ler auf sol­che ab­wei­chen­den Be­din­gun­gen ver­weist und/​oder (2) sie vom Be­stel­ler in ei­ner ein­zel­nen Be­stel­lung nicht aus­drück­lich ab­ge­lehnt wer­den oder (3) der Be­stel­ler die vom Lie­fe­ran­ten ge­lie­fer­ten Wa­ren oder Dienst­leis­tun­gen ak­zep­tiert und be­zahlt.

2. Ver­trags­schluss, Än­de­run­gen und Er­gän­zun­gen des Ver­tra­ges oder der zu lie­fern­den Wa­ren
2.1. An­ge­bo­te des Lie­fe­ran­ten sind kos­ten­los. Dar­in weist der Lie­fe­rant aus­drück­lich auf Ab­wei­chun­gen von der Of­fert­an­fra­ge des Be­stel­lers so­wie auf dar­in ent­hal­te­ne Un­klar­hei­ten, Lü­cken oder tech­ni­sche Spe­zi­fi­ka­tio­nen hin, wel­che die Eig­nung der Wa­ren für den be­ab­sich­tig­ten Zweck oder im Hin­blick auf den neu­es­ten Stand der Tech­nik oder die an­wend­ba­ren Ge­set­ze und Vor­schrif­ten be­ein­träch­ti­gen kön­nen.
2.2. Be­stel­lun­gen oder de­ren Än­de­run­gen oder Er­gän­zun­gen sind nur ver­bind­lich, wenn sie schrift­lich er­fol­gen oder schrift­lich be­stä­tigt wer­den. Die in der Be­stel­lung ge­nann­ten Skiz­zen, Zeich­nun­gen, Spe­zi­fi­ka­tio­nen usw. sind Be­stand­teil der Be­stel­lung.
2.3. Wird eine Be­stel­lung vom Lie­fe­ran­ten nicht in­ner­halb von drei (3) Werk­ta­gen an­ge­nom­men, ist der Be­stel­ler be­rech­tigt, sie zu wi­der­ru­fen. Der Rück­tritt be­rech­tigt den Lie­fe­ran­ten nicht, An­sprü­che gel­tend zu ma­chen
2.4. Auf Ab­wei­chun­gen von der Be­stel­lung ist in der Auf­trags­be­stä­ti­gung aus­drück­lich hin­zu­wei­sen. Sol­che Ab­wei­chun­gen wer­den nur dann Ver­trags­be­stand­teil, wenn ih­nen der Be­stel­ler schrift­lich zu­stimmt.
2.5. Die Auf­trags­be­stä­ti­gung des Lie­fe­ran­ten hat min­des­tens die fol­gen­den An­ga­ben zu ent­hal­ten: Be­stell- bzw. Kon­trakt-Num­mer des Be­stel­lers, Ar­ti­kel­num­mer des Be­stel­lers, Ur­sprungs­land, Preis, In­coterm, so­wie Zah­lungs­be­din­gun­gen.
2.6. Nach Ab­schluss des Ver­tra­ges bleibt der Be­stel­ler be­rech­tigt, an­ge­mes­se­ne Än­de­run­gen in Be­zug auf die Spe­zi­fi­ka­tio­nen, die Her­stel­lung oder die Lie­fe­rung der Wa­ren zu ver­lan­gen. So­weit sol­che Än­de­run­gen zu ei­ner Er­hö­hung oder Ver­min­de­rung der Kos­ten des Lie­fe­ran­ten oder zu ei­ner Än­de­rung des Lie­fer­ter­mins füh­ren, hat der Lie­fe­rant den Be­stel­ler spä­tes­tens in­ner­halb ei­ner Ka­len­der­wo­che zu in­for­mie­ren. Der dar­aus re­sul­tie­ren­de Än­de­rungs­auf­trag wird zwi­schen den Par­tei­en ein­ver­nehm­lich ver­ein­bart.
2.7. Bei wie­der­hol­ten Lie­fe­run­gen hat der Lie­fe­rant dem Be­stel­ler recht­zei­tig vor dem Lie­fer­ter­min et­wai­ge Än­de­run­gen der Wa­ren-Spe­zi­fi­ka­tio­nen oder Pro­duk­ti­ons­me­tho­den zu mel­den. Sol­che Ab­wei­chun­gen be­dür­fen der Zu­stim­mung des Be­stel­lers.

3. Lie­fer­frist
3.1. Die ver­ein­bar­ten Lie­fer­ter­mi­ne und/​oder Lie­fer­fris­ten sind ver­bind­lich. Die Lie­fer­fris­ten be­gin­nen mit dem Tag, an dem der Lie­fe­rant die Be­stel­lung er­hält. Geht die Ware nicht am ver­ein­bar­ten Ort und Lie­fer­ter­min ein, be­fin­det sich der Lie­fe­rant auch ohne Mah­nung in Ver­zug.
3.2. Teil­lie­fe­run­gen, oder vor­zei­ti­ge Lie­fe­run­gen von mehr als drei Werk­ta­gen, be­dür­fen der vor­he­ri­gen Zu­stim­mung des Be­stel­lers.
3.3. Der Lie­fe­rant hat den Be­stel­ler un­ver­züg­lich über ein­ge­tre­te­ne oder wahr­schein­lich ein­tre­ten­de Um­stän­de, die den ver­ein­bar­ten Lie­fer­ter­min be­ein­träch­ti­gen kön­nen, so­wie über die vor­aus­sicht­li­che Dau­er der Ver­zö­ge­rung zu in­for­mie­ren. Der Lie­fe­rant wird sich nach bes­ten Kräf­ten be­mü­hen, die Ver­zö­ge­rung zu mi­ni­mie­ren oder Er­satz von Drit­ten zu be­schaf­fen.
3.4. Ver­zö­ge­run­gen, die durch feh­len­de, vom Be­stel­ler zu lie­fern­den In­for­ma­tio­nen, Un­ter­la­gen oder Ge­gen­stän­de ver­ur­sacht wer­den, gel­ten nur in­so­weit als ent­schul­digt, als der Lie­fe­rant die recht­zei­ti­ge Lie­fe­rung die­ser Un­ter­la­gen oder Ge­gen­stän­de ver­langt hat oder wenn er den Be­stel­ler recht­zei­tig dar­auf hin­ge­wie­sen hat, dass Un­ter­la­gen feh­len.
3.5. Aus­ser im Fal­le hö­he­rer Ge­walt, im Üb­ri­gen je­doch al­lein durch die Ver­spä­tung und ohne dass der Be­stel­ler ei­nen Scha­den nach­wei­sen müss­te, hat der Lie­fe­rant für jede an­ge­fan­ge­ne Wo­che der Ver­spä­tung eine Ver­trags­stra­fe von 1% des Ver­trags­prei­ses zu zah­len, ins­ge­samt je­doch min­des­tens den Ge­gen­wert von CHF 1'000. Die ma­xi­ma­le Ver­trags­stra­fe für eine ver­spä­te­te Lie­fe­rung ist auf den hö­he­ren der bei­den fol­gen­den Be­trä­ge be­grenzt: a) Ge­gen­wert von CHF 20'000

oder b) 10% des Ver­trags­prei­ses für die be­tref­fen­de Lie­fe­rung. Roh­stoff­man­gel oder Ver­zö­ge­run­gen durch Sub­un­ter­neh­mer oder Un­ter­lie­fe­ran­ten ent­las­ten den Lie­fe­ran­ten nicht, es sei denn, die­se Ver­zö­ge­run­gen sei­en eben­falls auf hö­he­re Ge­walt zu­rück­zu­füh­ren. Das Recht des Be­stel­lers, ei­nen über die Ver­trags­stra­fe hin­aus­ge­hen­den Scha­den gel­tend zu ma­chen, bleibt vor­be­hal­ten.
3.6. Wird der ver­ein­bar­te Lie­fer­ter­min um mehr als 4 Wo­chen über­schrit­ten, kann der Be­stel­ler auch ohne Nach­frist­set­zung un­ver­züg­lich vom Ver­trag zu­rück­tre­ten.
3.7. Ist ab­seh­bar, dass der ver­ein­bar­te Lie­fer­ter­min nicht wird ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen, kann der Be­stel­ler auch ohne Nach­frist vor­zei­tig vom Ver­trag zu­rück­tre­ten. In die­sem Fall ist der Lie­fe­rant - zu­sätz­lich zu al­len sons­ti­gen ge­setz­li­chen An­sprü­chen des Be­stel­lers - ver­pflich­tet, alle be­reits ge­leis­te­ten Zah­lun­gen zu­züg­lich 5% Zin­sen pro Jahr zu­rück­zu­er­stat­ten.


4. Ver­sand, Ver­sand­pa­pie­re, Ver­pa­ckung

4.1. Der Lie­fe­rant ver­sen­det die Wa­ren ge­mäss den Ver­sand- und Kenn­zeich­nungs­vor­schrif­ten des Be­stel­lers. Für jede Ver­pa­ckungs­ein­heit ist min­des­tens eine In­halts­an­ga­be er­for­der­lich. Wenn die Ware in meh­re­ren Ver­pa­ckungs­ein­hei­ten ver­sandt wird, muss jede Ein­heit ein­zeln iden­ti­fi­ziert wer­den.
4.2. Die Ver­pa­ckung muss so be­schaf­fen sein, dass die Ware wäh­rend des Trans­ports und der an­schlies­sen­den La­ge­rung wirk­sam vor Be­schä­di­gung, Kor­ro­si­on, Feuch­tig­keit, Tem­pe­ra­tur- oder an­de­ren schäd­li­chen Ein­flüs­sen ge­schützt ist. Durch die Ver­pa­ckung dür­fen kei­ne Fremd­stof­fe (inkl. Schäd­lin­ge und Spo­ren) so­wie Fremd­ge­rü­che ins Füll­gut ge­lan­gen. Sämt­li­chen Le­bens­mit­tel­lie­fe­run­gen ist ein Ana­ly­sen­zer­ti­fi­kat bei­zu­le­gen, bei Bio-Roh­stof­fen ist (nach Mög­lich­keit) eine Pes­ti­zid-Ana­ly­se mit­zu­lie­fern.
4.3. Der Lie­fe­rant haf­tet für Schä­den, die durch un­sach­ge­mäs­se Ver­pa­ckung ent­ste­hen.
4.4. Der Lie­fe­rant haf­tet für alle Kos­ten und Auf­wen­dun­gen, die da­durch ent­ste­hen, dass er die An­wei­sun­gen des Be­stel­lers be­züg­lich Trans­por­tes oder Zoll­ab­fer­ti­gung nicht be­folgt.
4.5. Der Ver­sand der Wa­ren an den Be­stel­ler er­folgt im In­land fracht­frei ver­si­chert (CIP), bei Lie­fe­run­gen aus dem Aus­land ge­lie­fert (DAP) ver­ein­bar­te An­lie­fe­r­adres­se, nach den In­coterms® 2010 und für Be­stel­lun­gen ab dem 01.01.2020 nach den In­coterms® 2020 oder neu­es­te Fas­sung. Sind Ab­nah­me­prü­fun­gen im Werk des Be­stel­lers ver­ein­bart, er­folgt der Ge­fahr­über­gang nach er­folg­rei­chem Ab­schluss der Ab­nah­me­prü­fun­gen.
4.6. Je­der Lie­fe­rung ist ein de­tail­lier­ter Lie­fer­schein mit (so­fern für die be­tref­fen­de Ware zu­tref­fend) min­des­tens den fol­gen­den Da­ten bei­zu­fü­gen: Lie­fer­schein­num­mer, Lie­fer­da­tum, Be­stell­num­mer des Be­stel­lers, Be­stell­da­tum, Ar­ti­kel­num­mer, Ar­ti­kel­num­mer des Be­stel­lers, (bei tech­ni­schen Pro­duk­ten) Zeich­nungs­num­mer und In­dex (falls ver­füg­bar), Men­ge, Brut­to-/​Net­to­ge­wicht, Ur­sprungs­land, Zoll­ta­rif­num­mer und Ver­pa­ckungs­art, Lie­fe­r­adres­se.
4.7. Falls die ver­lang­ten Ver­sand­pa­pie­re nicht vor­schrifts­ge­mäss oder ver­spä­tet zu­ge­stellt wer­den, la­gert die ge­lie­fer­te Ware bis zum Ein­tref­fen der Ver­sand­pa­pie­re auf Rech­nung und Ge­fahr des Lie­fe­ran­ten.
4.8. Der Lie­fe­rant haf­tet für die ord­nungs­ge­mäs­se An­ga­be und den Nach­weis des Ur­sprungs der Wa­ren.


5. Prei­se, Rech­nungstel­lung, Zah­lungs­be­din­gun­gen, Ei­gen­tums­über­gang
5.1. So­fern nichts an­de­res schrift­lich ver­ein­bart ist, ver­ste­hen sich die Prei­se in Schwei­zer Fran­ken, exkl. MWST auf der Ba­sis des ver­ein­bar­ten In­coterms®.
5.2. Mass­ge­bend sind die am Be­stell­da­tum gel­ten­den Prei­se. Die­se sind fest und kön­nen nur im ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men der Par­tei­en ge­än­dert wer­den.
5.3. Man­gels ab­wei­chen­der Vor­ga­ben sind die Rech­nun­gen an die E-Mail-Adres­se orior@scan.conextrade.com zu sen­den.
5.4. Auf den Rech­nun­gen sind un­ter an­de­rem die Num­mer der Be­stel­lung und des Kon­trak­tes an­zu­ge­ben.
5.5. So­fern nichts an­de­res schrift­lich ver­ein­bart ist, ist jede Lie­fe­rung ge­son­dert in Rech­nung zu stel­len.
5.6. Es gel­ten die ver­ein­bar­ten Zah­lungs­kon­di­tio­nen. Die Zah­lungs­frist läuft ab dem Tag des Rech­nungs­ein­gangs beim Be­stel­ler.
5.7. Das Ei­gen­tum an den Wa­ren geht zum frü­he­ren der bei­den fol­gen­den Zeit­punk­te auf den Be­stel­ler über:
• Lie­fe­rung
• Vor­aus­zah­lung in vol­ler Höhe


6. Wa­ren­ein­gangs­prü­fun­gen
6.1. Die an­ge­lie­fer­ten Wa­ren dür­fen nicht ohne die Kon­trol­le ei­nes Mit­ar­bei­ters der Wa­re­n­an­nah­me des Be­stel­lers ab­ge­la­den wer­den.
6.2. Im Rah­men des ord­nungs­ge­mäs­sen Ge­schäfts­be­trie­bes, spä­tes­tens in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach Er­halt, prüft der Be­stel­ler die Ware stich­pro­ben­ar­tig auf die Über­ein­stim­mung mit den ver­ein­bar­ten Spe­zi­fi­ka­tio­nen.
6.3. Die Be­zah­lung von Rech­nun­gen oder die Un­ter­zeich­nung von Trans­port­do­ku­men­ten, wie Lie­fer­schei­nen, durch den Be­stel­ler, gilt nicht als An­er­ken­nung der Voll­stän­dig­keit und/​oder der Man­gel­frei­heit der ge­lie­fer­ten Ware.
6.4. Der Be­stel­ler ist be­rech­tigt, die An­nah­me ei­ner Lie­fe­rung ab­zu­leh­nen, so­lan­ge der Lie­fe­rant nicht nach­wei­sen kann, dass die ge­lie­fer­te Ware die ver­trag­li­chen An­for­de­run­gen voll­stän­dig er­füllt.

7. Ge­währ­leis­tung, Män­gel­rü­gen
7.1. Der Lie­fe­rant haf­tet so­wohl da­für, dass die Wa­ren in je­der Hin­sicht den ver­ein­bar­ten Spe­zi­fi­ka­tio­nen und sons­ti­gen Ver­trags­be­din­gun­gen ent­spre­chen - im Fal­le von tech­ni­schen Pro­duk­ten die ver­ein­bar­te Leis­tung er­brin­gen, neu und auf dem neu­es­ten Stand der Tech­nik sind, als auch da­für, dass sie ord­nungs­ge­mäss ver­packt sind und kei­ne sach­li­chen oder recht­li­chen Män­gel auf­wei­sen wel­che ih­ren Wert oder ihre Taug­lich­keit zu den dem Lie­fe­ran­ten be­kannt­ge­ge­ben Ver­wen­dungs­zwe­cken auf­he­ben oder min­dern. Die Wa­ren ha­ben den ein­schlä­gi­gen Nor­men, Ge­set­zen und Vor­schrif­ten (ein­schliess­lich, aber nicht be­schränkt auf sol­che im Be­reich Um­welt, Ge­sund­heit und Un­fall­ver­hü­tung) ent­spre­chen, die am in der Be­stel­lung an­ge­ge­be­nen Lie­fer­ort, in der EU so­wie im dem Lie­fe­ran­ten be­kann­ten Ver­triebs­ge­biet der vom Be­stel­ler her­ge­stell­ten Pro­duk­te gel­ten.
7.2. Män­gel sind dem Lie­fe­ran­ten in­ner­halb von zwei Ka­len­der­wo­chen nach Fest­stel­lung an­zu­zei­gen.
7.3. Die Ge­währ­leis­tungs­frist für Wa­ren oder Dienst­leis­tun­gen be­trägt 24 Mo­na­te. Für Wa­ren, die in die vom Be­stel­ler her­ge­stell­ten Pro­duk­te in­te­griert oder ver­ar­bei­tet wer­den, be­ginnt sie mit der Lie­fe­rung der Pro­duk­te des Be­stel­lers an sei­nen Kun­den, en­det je­doch spä­tes­tens 48 Mo­na­te nach Er­halt der Ware durch den Be­stel­ler.
7.4. Die Ge­währ­leis­tungs­frist für Re­pa­ra­tu­ren oder Er­satz­lie­fe­run­gen be­trägt 12 Mo­na­te ab dem Da­tum des Aus­tauschs oder der er­folg­rei­chen Re­pa­ra­tur, je­doch nicht vor Ab­lauf der ur­sprüng­li­chen Ge­währ­leis­tungs­frist für die be­tref­fen­de Ware.
7.5. Im Fal­le von Män­geln ste­hen dem Be­stel­ler, un­be­küm­mert um sei­ne sons­ti­gen ge­setz­li­chen An­sprü­che, nach sei­nem Er­mes­sen fol­gen­de Rech­te zu: a) Ab­leh­nung der An­nah­me der Ware, Rück­tritt vom je­wei­li­gen Ver­trag und Rück­for­de­rung von Vor­aus­zah­lun­gen und/​oder Gel­tend­ma­chung von Scha­den­er­satz, b) Nach­bes­se­rung oder Er­satz­lie­fe­rung. Bei Ver­wei­ge­rung, Un­zu­mut­bar­keit  oder Un­mög­lich­keit der Nach­bes­se­rung oder des Er­sat­zes durch den Lie­fe­ran­ten: c) Nach­bes­se­rung oder Er­satz der man­gel­haf­ten Ware durch ei­nen Drit­ten auf Kos­ten des Lie­fe­ran­ten, oder d)  Preis­min­de­rung  oder e) Rück­tritt (Wan­de­lung) oder f) Kom­bi­na­ti­on der oben ge­nann­ten An­sprü­che. In je­dem Fall hat der Lie­fe­rant, auch ohne Ver­schul­den, alle mit der Re­pa­ra­tur oder dem Aus­tausch ver­bun­de­nen Kos­ten (In­spek­ti­on, De­mon­ta­ge, Wie­der­ein­bau, Trans­port usw.) zu tra­gen oder zu er­stat­ten.
7.6. Ver­trag­li­che An­sprü­che aus der Lie­fe­rung man­gel­haf­ter Ware oder der Er­brin­gung man­gel­haf­ter Dienst­leis­tun­gen oder aus fal­scher Be­ra­tung bzw. In­struk­ti­on ver­jäh­ren ein Jahr nach Ab­lauf der Ge­währ­leis­tungs­frist.

8. Pro­dukt­rück­ru­fe und Aus­tausch­ak­tio­nen
8.1. Be­ab­sich­tigt der Be­stel­ler nach bil­li­gem Er­mes­sen, Pro­duk­te, die mög­li­cher­wei­se feh­ler­haf­te Wa­ren ent­hal­ten, zu­rück­zu­ru­fen oder bei sei­nen Kun­den prä­ven­tiv aus­zu­tau­schen, hat er den Lie­fe­ran­ten so schnell wie mög­lich zu in­for­mie­ren, so­fern kei­ne un­mit­tel­ba­re Ge­fahr be­steht.
8.2. Der Lie­fe­rant trägt die Kos­ten der Rück­ruf- und Aus­tausch­ak­ti­on und die da­mit ver­bun­de­nen Fol­ge­kos­ten, ma­xi­mal je­doch den Ge­gen­wert von CHF 1 Mio. pro Rück­ruf- bzw. Aus­tausch­ak­ti­on.
8.3. Der Lie­fe­rant ga­ran­tiert, dass er über ei­nen Not­fall-Ma­nage­ment Sys­tem ver­fügt, wel­ches si­cher­stellt, dass eine Pro­dukt­rück­nah­me sys­te­ma­tisch, ef­fi­zi­ent und do­ku­men­tiert durch­ge­führt wer­den kann. Hat ein Pro­dukt­man­gel ei­nen Aus­lie­fer- oder Ver­kaufs­stopp oder ei­nen Wa­ren­rück­ruf zur Fol­ge, so ist der Lie­fe­rant ver­pflich­tet, den Be­stel­ler mit al­len sach­dien­li­chen In­for­ma­tio­nen zu ver­sor­gen und zu un­ter­stüt­zen. Dies un­ab­hän­gig da­von, ob die­se Mass­nah­me von den Be­hör­den an­ge­ord­net wur­de oder frei­wil­lig durch den Lie­fe­ran­ten um­ge­setzt wird.
8.4. Kos­ten, die dem Be­stel­ler (spe­zi­ell bei Biot­ta) auf­grund von Ab­klä­run­gen mit ex­ter­nen Stel­len als Fol­ge ei­nes po­si­ti­ven Pes­ti­zid­be­fun­des be­las­tet wer­den oder in­tern an­fal­len, wer­den dem Lie­fe­ran­ten be­las­tet.


9. Haft­pflicht- und Rück­ruf­kos­ten­ver­si­che­rung
9.1. Der Lie­fe­rant wird eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung zur De­ckung sei­ner Haf­tung für Per­so­nen- und Sach­schä­den so­wie Ver­mö­gens­fol­ge­schä­den im Min­dest­be­trag von CHF 5 Mio. pro Scha­dens­fall, ab­schlies­sen und wäh­rend min­des­tens 5 Jah­ren nach der je­wei­li­gen Lie­fe­rung an den Be­stel­ler auf­recht­er­hal­ten. Die De­ckung für sons­ti­ge Schä­den, wie ins­be­son­de­re Aus- und Ein­bau­kos­ten ei­ner­seits und Rück­ruf­kos­ten an­de­rer­seits hat je min­des­tens CHF 1 Mio. pro Scha­dens­fall zu be­tra­gen.
9.2. Der Lie­fe­rant tritt hier­mit alle An­sprü­che ge­gen den Ver­si­che­rer an den Be­stel­ler ab. Der Be­stel­ler nimmt die Ab­tre­tung hier­mit an.
9.3. Auf Ver­lan­gen des Be­stel­lers hat der Lie­fe­rant ei­nen ent­spre­chen­den Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­zu­le­gen.

10. Qua­li­täts­si­che­rung
10.1. Der Be­stel­ler kann nach an­ge­mes­se­ner Vor­an­kün­di­gung und wäh­rend der nor­ma­len Ge­schäfts­zei­ten den Her­stel­lungs­pro­zess der Wa­ren im Werk des Lie­fe­ran­ten über­prü­fen. Der Lie­fe­rant wird sich nach bes­ten Kräf­ten be­mü­hen, sol­che Au­dits auch im Werk sei­ner Un­ter­lie­fe­ran­ten oder Sub­un­ter­neh­mer zu er­mög­li­chen.
10.2. Die Par­tei­en tref­fen ge­eig­ne­te Mass­nah­men, um Ge­schäfts­ge­heim­nis­se des Lie­fe­ran­ten und sei­ner Un­ter­lie­fe­ran­ten oder Sub­un­ter­neh­mer zu schüt­zen.
10.3. Falls das Au­dit er­gibt, dass der Lie­fe­rant die ver­ein­bar­ten Qua­li­täts­an­for­de­run­gen nicht er­füllt hat, hat er die Kos­ten der Prü­fung zu tra­gen.
10.4. Wei­te­re Ein­zel­hei­ten sind in der zwi­schen den Par­tei­en ab­ge­schlos­se­nen Qua­li­täts­si­che­rungs­ver­ein­ba­rung ge­re­gelt.

11. Ver­let­zung von Rech­ten Drit­ter
11.1. Der Lie­fe­rant stellt den Be­stel­ler von al­len Kos­ten, Schä­den, An­sprü­chen Drit­ter frei, die dem Be­stel­ler auf­grund Schutz­rechts­ver­let­zun­gen Drit­ter ent­ste­hen. Der Lie­fe­rant haf­tet nicht, so­weit die Schutz­rechts­ver­let­zung da­durch ver­ur­sacht wird, dass die Her­stel­lung der Wa­ren nach An­wei­sun­gen und Spe­zi­fi­ka­tio­nen des Be­stel­lers her­ge­stellt wur­den und die­ser Um­stand dem Be­stel­ler bei Be­ach­tung der ge­hö­ri­gen Sorg­falt be­kannt sein muss­te.
11.2. Die Par­tei­en wer­den sich ge­gen­sei­tig un­ver­züg­lich über alle tat­säch­li­chen oder be­haup­te­ten Ver­let­zun­gen von Rech­ten Drit­ter in­for­mie­ren, von de­nen sie Kennt­nis er­lan­gen. Der Lie­fe­rant wird den Be­stel­ler bei der Un­ter­su­chung, Ver­tei­di­gung oder Be­ar­bei­tung ei­ner sol­chen For­de­rung un­ter­stüt­zen, ein­schliess­lich der Be­reit­stel­lung al­ler Un­ter­la­gen, die der Be­stel­ler zur Ver­tei­di­gung der Kla­ge be­nö­tigt.
11.3. Wählt der Be­stel­ler ei­nen ei­ge­nen Rechts­bei­stand, er­streckt sich die Frei­stel­lung des Lie­fe­ran­ten auch auf die mit der Ver­tre­tung ver­bun­de­nen an­ge­mes­se­nen Kos­ten und Ge­büh­ren. Wählt der Be­stel­ler kei­nen ei­ge­nen Rechts­bei­stand, ist der Lie­fe­rant al­lein für die Ab­wehr der be­tref­fen­den An­sprü­che ver­ant­wort­lich.
11.4. Im Fal­le ei­ner Kla­ge we­gen Ver­let­zung von Rech­ten Drit­ter, die dem Lie­fe­ran­ten mit­ge­teilt wird, wird der Lie­fe­rant die er­for­der­li­chen Schrit­te un­ter­neh­men, um für den Be­stel­ler eine nicht ver­let­zen­de Be­zugs­quel­le zu ge­währ­leis­ten, was die Be­schaf­fung der er­for­der­li­chen Li­zen­zen, die Um­ge­stal­tung der Wa­ren oder an­de­re Schrit­te be­inhal­ten kann, die der Lie­fe­rant für not­wen­dig hält, um si­cher­zu­stel­len, dass eine nicht ver­let­zen­de Ware an den Be­stel­ler ge­lie­fert wird.

12. Ei­gen­tum an Do­ku­men­ten, Soft­ware, Werk­zeu­gen
12.1. Un­ter­la­gen, wie Re­zep­tu­ren, Spe­zi­fi­ka­tio­nen, Zeich­nun­gen, Soft­ware und alle Fer­ti­gungs­mit­tel, die der Be­stel­ler dem Lie­fe­ran­ten zur Ver­fü­gung stellt oder die der Lie­fe­rant auf Kos­ten des Be­stel­lers be­schafft oder her­stellt, blei­ben bzw. wer­den Ei­gen­tum des Be­stel­lers, so­bald sie be­schafft oder her­ge­stellt wer­den. Der Be­stel­ler be­sitzt alle Rech­te dar­an. Wer­den sie nicht mehr für die Aus­füh­rung von Be­stel­lun­gen des Be­stel­lers ver­wen­det, so sind sie nach Wahl des Be­stel­lers ent­we­der kos­ten­los an den Be­stel­ler zu­rück­zu­ge­ben oder zu ent­sor­gen, wo­bei die­se Ent­sor­gung vom Lie­fe­ran­ten schrift­lich zu be­stä­ti­gen ist.
12.2. Sie dür­fen nicht ver­viel­fäl­tigt, ver­kauft, ver­pfän­det, zur Si­che­rung über­eig­net, ver­äus­sert oder in sons­ti­ger Wei­se be­las­tet, Drit­ten zu­gäng­lich ge­macht oder zur Her­stel­lung von Pro­duk­ten für Drit­te ver­wen­det wer­den.
12.3. Sol­che Fer­ti­gungs­mit­tel sind vom Lie­fe­ran­ten ord­nungs­ge­mäss zu la­gern, zu kenn­zeich­nen, ge­gen Dieb­stahl und Na­tur­ge­fah­ren zu ver­si­chern und zu war­ten. Der Lie­fe­rant ver­zich­tet auf alle ge­setz­li­chen Re­ten­ti­ons­rech­te.
12.4. So­fern nicht an­ders ver­ein­bart, hat der Lie­fe­rant nach Er­fül­lung des ent­spre­chen­den Ver­tra­ges auf Ver­lan­gen des Be­stel­lers alle Do­ku­men­te, Soft­ware oder Fer­ti­gungs­mit­tel, die Ei­gen­tum des Be­stel­lers sind, und alle da­von an­ge­fer­tig­ten Ko­pi­en an den Be­stel­ler zu­rück­zu­ge­ben oder, im Fal­le von Do­ku­men­ten oder Soft­ware, dem Be­stel­ler de­ren Zer­stö­rung oder Lö­schung zu be­stä­ti­gen. Der Lie­fe­rant hat das Recht, eine Ko­pie der er­hal­te­nen Do­ku­men­te oder Soft­ware zur
12.5. Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Ar­chi­vie­rungs­be­stim­mun­gen auf­zu­be­wah­ren, so­fern die­se Ko­pi­en als ge­hei­me Do­ku­men­te be­han­delt wer­den.
12.6. Der Be­stel­ler ist be­rech­tigt, die zum Lie­fer­um­fang tech­ni­scher Pro­duk­te, wie Ma­schi­nen oder An­la­gen, ge­hö­ren­de Soft­ware ein­schliess­lich ih­rer Do­ku­men­ta­ti­on in dem für die Nut­zung der Wa­ren er­for­der­li­chen Um­fang oder zu ei­nem an­de­ren im Ver­trag vor­ge­se­he­nen Zweck zu ver­wen­den, und der Be­stel­ler darf Si­che­rungs­ko­pi­en der vom Lie­fe­ran­ten ge­lie­fer­ten Soft­ware er­stel­len.

13. Er­satz­tei­le für Ma­schi­nen und An­la­gen
13.1. Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, dem Be­stel­ler - auf der Grund­la­ge von Ein­zel­be­stel­lun­gen, zu wett­be­werbs­fä­hi­gen Kon­di­tio­nen und für ei­nen Zeit­raum von min­des­tens zehn (10) Jah­ren nach Lie­fe­rung von Ma­schi­nen oder An­la­gen die da­für be­nö­tig­ten Er­satz­tei­le neu zu lie­fern.
13.2. Be­ab­sich­tigt der Lie­fe­rant, die Her­stel­lung der be­tref­fen­den Er­satz­tei­le ein­zu­stel­len, so hat er den Be­stel­ler un­ver­züg­lich, spä­tes­tens je­doch drei (3) Mo­na­te vor der Ein­stel­lung der Pro­duk­ti­on, zu in­for­mie­ren. Der Be­stel­ler ist be­rech­tigt, in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach Er­halt die­ser Mit­tei­lung eine end­gül­ti­ge Be­stel­lung für die Lie­fe­rung der Er­satz­tei­le zu markt­üb­li­chen Kon­di­tio­nen zu er­tei­len.

14. Ge­heim­hal­tung, Wer­bung mit der Ge­schäfts­be­zie­hung zum Be­stel­ler
14.1. Die Par­tei­en wer­den alle ver­trau­li­chen In­for­ma­tio­nen, von de­nen sie im Rah­men der Ge­schäfts­be­zie­hung mit der an­de­ren Par­tei Kennt­nis er­langt ha­ben, ins­be­son­de­re tech­ni­sche In­for­ma­tio­nen, Plä­ne, Ge­schäfts­ge­heim­nis­se und Auf­trags­de­tails, wie Men­gen, tech­ni­sche Spe­zi­fi­ka­tio­nen, Ge­schäfts­ver­ein­ba­run­gen usw. so­wie alle dar­aus ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se, nicht an Drit­te wei­ter­ge­ben und aus­schliess­lich für die Aus­füh­rung ei­ner Be­stel­lung ver­wen­den.
14.2. Der Lie­fe­rant stellt si­cher, dass sich alle Sub­un­ter­neh­mer oder Un­ter­lie­fe­ran­ten, an die ver­trau­li­che In­for­ma­tio­nen zum Zwe­cke der Aus­füh­rung des Sub­un­ter­neh­mer­ver­tra­ges oder der Zu­lie­fe­rung wei­ter­ge­ge­ben wer­den, da­mit ein­ver­stan­den er­klä­ren, an die­se Be­din­gun­gen ge­bun­den zu sein.
14.3. Der Lie­fe­rant darf ohne vor­he­ri­ge Zu­stim­mung des Be­stel­lers we­der die Tat­sa­che ver­öf­fent­li­chen, dass er mit dem Be­stel­ler ei­nen Ver­trag ab­ge­schlos­sen hat, noch die Be­stel­lung des Be­stel­lers für Wer­be­zwe­cke ver­wen­den.
14.4. Ver­stösst eine Par­tei oder ei­ner ih­rer Ver­tre­ter, Un­ter­lie­fe­ran­ten oder Sub­un­ter­neh­mer ge­gen die Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts, so hat sie der an­de­ren Par­tei eine Ver­trags­stra­fe in Höhe von CHF 20'000 zu zah­len, es sei denn, sie kann nach­wei­sen, dass we­der sie noch ei­nen ih­rer sons­ti­gen Ver­trags­part­ner ein Ver­schul­den trifft.
14.5. Der Ge­schä­dig­te kann ei­nen hö­he­ren Scha­den gel­tend ma­chen so­wie Un­ter­las­sungs­an­sprü­che gel­tend ma­chen. Die Zah­lung der Ver­trags­stra­fe ent­bin­det die ver­let­zen­de Par­tei nicht von der wei­te­ren Er­fül­lung ih­rer Ver­pflich­tun­gen aus die­sem Ab­schnitt.

15. Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten
15.1. Die Par­tei­en kön­nen im Rah­men ih­res Ver­trags­ver­hält­nis­ses per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten wie Na­men, Te­le­fon­num­mern, E-Mail-Adres­sen und an­de­re per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten aus­tau­schen. In die­sem Fall wer­den bei­de Par­tei­en die­se per­so­nen­be­zo­ge­nen Da­ten in Über­ein­stim­mung mit den gel­ten­den Ge­set­zen zum Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten ver­wen­den, ins­be­son­de­re, so­weit an­wend­bar, den An­for­de­run­gen der All­ge­mei­nen Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung der Eu­ro­päi­schen Uni­on vom 4. Mai 2016 (EU 2016/​679; "GDPR") und si­cher­stel­len, dass kei­ne un­be­fug­ten Drit­ten ohne Zu­stim­mung der be­trof­fe­nen Per­so­nen oder aus ei­nem an­de­ren Rechts­grund Zu­gang zu die­sen per­so­nen­be­zo­ge­nen Da­ten ha­ben.
15.2. Die Par­tei­en wer­den per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten der an­de­ren Par­tei streng ver­trau­lich be­han­deln und die­se Da­ten aus­schliess­lich für ver­trag­li­che Zwe­cke ver­ar­bei­ten. Die Par­tei, die per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten ver­ar­bei­tet, ist für die Recht­mäs­sig­keit ih­rer Ver­ar­bei­tung so­wie für die Wah­rung der Rech­te der be­trof­fe­nen Per­so­nen ver­ant­wort­lich.

16. So­zia­le Ver­ant­wor­tung, Com­p­li­an­ce
16.1. Der Lie­fe­rant hat die Ge­set­ze der Rechts­ord­nung(en) ein­zu­hal­ten, die bei der Er­fül­lung des Ver­tra­ges an­wend­bar sind. Er wird sich ins­be­son­de­re nicht ak­tiv oder pas­siv, we­der di­rekt noch in­di­rekt in ir­gend­ei­ner Form an wett­be­werbs­wid­ri­gen Ab­spra­chen be­tei­li­gen, ge­gen die ein­schlä­gi­gen Ge­set­ze zur Be­kämp­fung der Kor­rup­ti­on ver­stos­sen oder sich in ir­gend­ei­ner Wei­se ge­gen grund­le­gen­de Men­schen­rech­te der Mit­ar­bei­ten­den ver­hal­ten.
16.2. Dar­über hin­aus über­nimmt der Lie­fe­rant die Ver­ant­wor­tung für die Ge­sund­heit und Si­cher­heit sei­ner Mit­ar­bei­ten­den; er han­delt in Über­ein­stim­mung mit den gel­ten­den Um­welt­ge­set­zen und be­müht sich, die­se Ver­pflich­tun­gen auch sei­nen Sub­un­ter­neh­mern und Zu­lie­fe­ran­ten zu über­bin­den.
16.3. Zu­sätz­lich zu den an­de­ren Rech­ten und Rechts­be­hel­fen, die ihm zu­ste­hen, kann der Be­stel­ler den be­tref­fen­den Ver­trag und/​oder eine im Rah­men die­ses Ver­tra­ges er­teil­te Be­stel­lung kün­di­gen, wenn der Lie­fe­rant die­se Ver­pflich­tun­gen ver­letzt. Das Kün­di­gungs­recht des Be­stel­lers steht je­doch un­ter dem Vor­be­halt, dass der Lie­fe­rant die Ver­trags­ver­let­zung nicht in­ner­halb ei­ner vom Be­stel­ler ge­setz­ten an­ge­mes­se­nen Nach­frist be­sei­tigt hat.

17. Schluss­be­stim­mun­gen
17.1. Un­ter­auf­trä­ge für die voll­stän­di­ge oder zu ei­nem er­heb­li­chen Teil er­fol­gen­de Her­stel­lung der Wa­ren, so­wie vom Lie­fe­ran­ten aus­ge­wähl­te Un­ter­lie­fe­ran­ten be­dür­fen der vor­he­ri­gen Zu­stim­mung des Be­stel­lers. Die­se Wei­ter­ver­ga­be ent­bin­det den Lie­fe­ran­ten nicht von sei­ner Haf­tung für die ord­nungs­ge­mäs­se Er­fül­lung des Ver­tra­ges.
17.2. Ohne die vor­he­ri­ge schrift­li­che Zu­stim­mung des Be­stel­lers darf der Lie­fe­rant die Rech­te und Pflich­ten aus ei­nem Lie­fer- oder Dienst­leis­tungs­ver­trag we­der ganz oder teil­wei­se an Drit­te ab­tre­ten oder über­tra­gen.
17.3. Soll­te eine Be­stim­mung die­ser All­ge­mei­nen Ein­kaufs­be­din­gun­gen von ei­nem zu­stän­di­gen Ge­richt oder ei­ner zu­stän­di­gen Be­hör­de für un­gül­tig oder nicht durch­setz­bar be­fun­den wer­den, so gilt die­se Be­stim­mung als un­gül­tig, wo­bei die üb­ri­gen Be­stim­mun­gen wei­ter­hin in vol­lem Um­fang in Kraft blei­ben. Die Par­tei­en wer­den die un­wirk­sa­me oder un­durch­führ­ba­re Be­stim­mung ge­ge­be­nen­falls durch eine wirk­sa­me und durch­führ­ba­re Be­stim­mung mit ähn­li­chem wirt­schaft­li­chem Zweck er­set­zen, so­fern der In­halt die­ser Be­din­gun­gen nicht we­sent­lich ge­än­dert wird. Glei­ches gilt für den Fall, dass Lü­cken vor­lie­gen.
17.4. Kei­ne Ver­zö­ge­rung oder Un­ter­las­sung des Be­stel­lers be­züg­lich der Aus­übung ei­nes ge­mäss die­sen Be­stim­mun­gen dem Be­stel­ler ge­währ­ten Rechts, Rechts­be­helfs oder Rechts­mit­tels gilt als Ver­zicht auf die­se Rech­te.
17.5. Jede per Te­le­fax oder elek­tro­nisch (z.B. über das In­ter­net oder E-Mail) über­mit­tel­te Kom­mu­ni­ka­ti­on gilt eben­falls als "schrift­lich".
17.6. Die ORI­OR AG be­hält sich das Recht vor, die vor­lie­gen­den AGB je­der­zeit ab­zu­än­dern. Die je­weils ver­bind­li­che Fas­sung ist nach­fol­gend ab­ruf­bar.


18. An­wend­ba­res Recht und Ge­richts­stand
18.1. Die­se All­ge­mei­nen Ein­kaufs­be­din­gun­gen und in­di­vi­du­el­le Be­stel­lun­gen un­ter­ste­hen schwei­ze­ri­schem ma­te­ri­el­lem Recht, Ver­trä­ge mit aus­län­di­schen Lie­fe­ran­ten zu­sätz­lich dem Über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Na­tio­nen über Ver­trä­ge über den in­ter­na­tio­na­len Wa­ren­kauf vom 11. April 1980.
18.2. Aus­schliess­li­cher Ge­richts­stand für alle Kla­gen aus oder im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Be­stel­lung oder ei­nem an­de­ren Ver­trag zwi­schen den Par­tei­en ist der Ge­schäfts­sitz des Be­stel­lers, wo­bei der Be­stel­ler be­rech­tigt ist, auch vor je­dem an­de­ren für den Streit­ge­gen­stand zu­stän­di­gen Ge­richt zu kla­gen.

Gül­tig ab 15. Mai 2019


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