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33. SWISS FOODBIKERS'

MAILAND - SANREMO

“hardcore” 294 km / "mezza" 175 km

3. September 2012

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www.foodbikers.ch

Zur Geschichte: Mailand-Sanremo gilt als der wichtigste und berühmteste Klassiker Italiens mit über 290 km und als längstes Eintagesrennen im Profi-Radsport, das jeweils im März stattfindet. Es wird zu den fünf sogenannten Monumenten des Radsports gezählt. La Classicissima, wie das Rennen auch respektvoll genannt wird, fand erstmals 1907 statt. Im Jahre 1907 fuhr der Sieger, der Franzose Lucien Mazan, mit einem Schnitt von 26,6 km/h - im Gegensatz dazu lag die Durchschnittsgeschwindigkeit 2010 bereits bei 43 km/h. Die meisten Siege hat der Belgier Eddy Merckx aufzuweisen, gewann er doch die Classicissima zwischen 1966 und 1976 insgesamt siebenmal.

41 Foodbiker haben sich angemeldet. Wir waren zwar nicht so viele Teilnehmer wie das Profifeld Ende März, doch nahmen immerhin 36 Foodbiker die Herausforderung der 294 km langen Profistrecke unter die Räder, mit dabei auch zwei Damen. 5 Teilnehmer entschlossen sich für die Mezza-Strecke, 180 km, aber inklusiv Passo del Turchino.

Die diesjährige Sponsorin für die Foodbikers' Classic war die MöFAG Zuzwil. Dem Sponsor, vor allem Urs Mösli (selber ein begeisterter Teilnehmer der Originalstrecke von 294 km), der Bell AG, Salami SA, Mérat SA, Lüthi-Portmann AG und Züger Frischkäse AG recht herzlichen Dank für die kulinarische Unterstützung mit ihren Hausspezialitäten; Marco Mösli, der GVFI, der CSB mit Daniel Schmidt und Peter Häberling sowie Annette und Hans (Junior) Reutegger, Fränzi Spidalieri und Heidi Rothenbühler vielen Dank für die Begleitung, die Zurverfügungstellung der Begleitfahrzeuge samt Anhänger und für die Unterstützung im organisatorischen Bereich.

Samstagmorgen, 2. September 2012

Beim Verladen der Rennvelos bei Bell Oensingen ist uns Petrus nicht gerade wohlgesinnt, denn es ist recht kühl und regnet in Strömen. Wir dürfen uns jedoch bei Bell mit einem Kaffee aufwärmen, bevor es mit dem Bus in Richtung Süden geht - natürlich nicht ohne Stau am Gotthard. In Coldrerio fahren der Bus aus Oensingen und derjenige aus Zuzwil fast gleichzeitig ein. Trotz Gotthard-Stau kommen wir ohne Probleme gut in Casarile/Mailand an. Dort zeigte sich Petrus von einer leicht besseren Seite.

Im Hotel erwartet uns ein reichhaltiges Abendessen und schon beim Aperitif werden die super Renndress inklusive Regenjacke vorgestellt:

Sanremo 1

Urs, Marco und Robin Mösli

Die Diskussionen gehen schon im Bus wie auch beim Abendessen rund um die Strecke Mailand-Sanremo, vor dem Streckenprofil hat wohl jeder Respekt, gilt es doch 294 km und rund 1800 Höhenmeter zu überwinden. Eine solche Anstrengung benötigt ausgiebiges, enormes Training und eine ausgewogene Ernährung über Monate. Das haben sich unsere Foodbiker zu Herzen genommen und das Jahr hindurch entsprechend trainiert und wohl auch so gelebt, immer unter dem Motto "Fleisch gibt Kraft"!

Sonntagmorgen, 3. September 2012

Zum Frühstück ab 05.30 Uhr werden nochmals alle Energiespeicher gefüllt und soviel Kalorien und Proteine wie möglich verschlungen. Der Körper wird auf der Tour Tausende von Kalorien verbrennen! Alle versorgen sich mit Sponser-Getränken, Energieriegel, Multi-Power-Energy-Gel und Bananen.

Sanremo 2

Das modische MöFAG-Outfit passt den sportlichen Helden super! Die „Hardcore“-Gruppe fährt ca. 120 km auf zunächst vorwiegend flachem Weg durch die Po-Ebene bis Ovada und dies mit einem Schnitt von nicht mehr als 32 Stundenkilometer, damit das ganze Feld zusammen bleiben kann. Angeführt werden sie von drei Motorradfahrern und am Schluss begleitet vom Besenwagen, dem Zuzwiler-Kleinbus. Die "Mezza"-Gruppe fährt mit dem Bus nach Ovada und steigt dort aufs Rad.

Um 06:50 Uhr ist es dann soweit, die „Hardcore“-Gruppe startet im Morgengrauen bei bewölktem Himmel aber ohne Regen und bei ca. 16° auf fast trockener Strasse in Richtung Pavia. Laut Wetterbericht soll es an der Riviera zeitweise auch Sonne geben ...

Schon wenige Kilometer nach dem Start gibt es den ersten unfreiwilligen Stopp wegen einem platten Reifen. Schnell ist der Schaden behoben und es geht in zügigem Tempo weiter. Doch leider nicht lange, denn der zweite platte Reifen hat sich gemeldet. Besorgte Gesichter sind sichtbar „wenn das so weiter geht, dann werden wir nie in Sanremo ankommen!“ Kurze Zeit später setzt sich der ganze Tross wieder in Bewegung. Kilometer um Kilometer wird vorwärts pedalt und schon bald ist Novi Ligure erreicht, wo es den ersten grossen Halt mit Metzgerznüni gibt. Nach ca. 45-minütiger Pause geht es weiter, es sind jetzt nur noch ca. 210 km zu fahren!

Ab Ovada teilt sich das Feld, da zeigt sich der Ehrgeiz und der Wunsch, noch einmal etwas schneller als letztes Jahr zu sein! In zum Teil rasantem Tempo geht es aufwärts!

Mühsal? Ach was! Momente des Glücks!
ENDORPHINE - Glückshormone - regulieren Triebe und Gefühle, unterdrücken Schmerz und geben ein rauschartiges Gefühl!

Vor der Ankunft an der Riviera muss mit dem Passo del Turchino, 532müM, der erste und mit 14 km längste Anstieg der "Classicissima" bezwungen werden. Die Tunneldurchfahrt am Ende des Passes führte dann auch vom bewölkten Norden in den mehrheitlich sonnigen aber stark windigen Süden.

Entlang der Riviera ist es nicht etwa flach, im Gegenteil, es folgen immer wieder Anstiege und Abfahrten. Da gibt es die drei als "Capi" bezeichneten kleineren Hügel, die es jedoch in sich haben: Capo Mele, Capo Cervo und die "verfluchte" Berta ... Die beiden legendären Anstiege folgen jedoch erst am Schluss: die Cipressa (ca. 30km vor dem Ziel) und Poggio di Sanremo (12km vor dem Ziel). Da geht es an die Substanz!

Steile Wände -> heisse Waden -> kühles Bier!

Die letzte Abfahrt vom Poggio hinunter ans Meer und zur Zielankunft ist für jeden ein wahrer Genuss. Ohne Unfall oder andere Zwischenfälle kommen alle gesund aber müde im Hotel Bobby an. Die ersten bereits um 17h und bei Sonnenschein, die letzten erst um 20:30h. Sie werden während den letzten drei Stunden noch vom Regen begleitet, ist aber kein Problem, haben sie doch in ihrem Gepäck die neue MöFAG-Regenjacke.

Wieder einmal haben die "Foodbikers" die aussergewöhnliche Frühjahrs-Classic der Profis bezwungen. - Nach viel Erfahrungsaustausch bei einem gemütlichen Abendessen erholen sich Beine, Geist und Körper im wohlverdienten Bett.

Am Montagmorgen geht es mit den Bussen wieder Richtung Oensingen resp. Zuzwil und diesmal zeigt uns Petrus, wie es auch hätte sein können: auf dem Heimweg stürmt und regnet es in Strömen bis nach Mailand.

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Die nächste, die 34. Foodbikers-Classic, findet auch 2013 statt.

Alle Interessenten und diesjährige Teilnehmer werden in absehbarer Zeit angeschrieben.

Auf Wiederseh'n beim nächsten Mal bei

Sanremo Logo

Isabelle Sprunger

Heidi Rothenbühler